Die Gesetzlichen Krankenkassen haben ein Finanzierungsproblem

Gut 85% der Bundesbürger sind gesetzlich krankenversichert. Die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) finanzieren sich durch Beiträge aus Arbeitseinkommen und Renten. Obwohl es ein Gebot der Beitragsstabilität gibt, welches Beitragserhöhungen nur in Ausnahmefällen gestattet, sind die Beiträge der gesetzlichen Krankenkassen seit 1990 um 20% gestiegen.

Keine Rücklagen durch Umlageverfahren

In den Anfangsjahren der gesetzlichen Krankenversicherung hielten sich Einnahmen und Ausgaben noch die Waage. Seit den 2000er Jahren aber haben die GKV große Finanzierungsprobleme, bedingt durch die Stagnation bei Arbeitseinkommen und Renten, die als Beitragsberechnungsgrundlage herangezogen werden. Eine weitere wichtige Rolle spielt der demografische Wandel. Die Bevölkerung wird immer älter, braucht also länger medizinische Versorgung. Schon lange können die Einnahmen die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen nicht mehr decken.

GKV – Gleiche Leistungen für alle Mitglieder?

Zwar kann ein Großteil der Kosten durch Beitragserhöhungen abgefangen werden, doch seit 2010 hat der Gesetzgeber den Arbeitgeberanteil eingefroren. Erhöhungen gehen also nur zu Lasten der Versicherten. Würde die Finanzierungsbasis vergrößert, hätten die gesetzlichen Krankenversicherer wieder mehr Handlungsspielraum. Eine Möglichkeit wäre es, die kostenlose Mitversicherung des Ehepartners, sofern dieser selbst arbeitet, abzuschaffen. Auch eine Streichung der Beitragsbemessungsgrenze sowie die großen Hürden beim Wechsel in die PKV wären dienlich.

Fazit: Wenn Sie eine günstige Krankenkasse suchen, sollten Sie sich ausführlich informieren. Es gibt erhebliche Strukturunterschiede zwischen den einzelnen Krankenkassen und zwischen beiden Krankenkassensystemen. Seit Jahren zeigen Experten die Schwächen des deutschen Krankenversicherungssystems auf. Trotz vieler Versuche gelang es der Politik bisher nicht, die starren Systeme GKV und PKV aufzubrechen. www.kvzentrale.com unterstützt Sie dabei.

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