Loyalität – oder: Wie sich meine Freunde ausmisten

Wer kennt sie nicht – diese tollen Freunde, die von allem eine Wahnsinnsahnung, nur keinen Schimmer haben, was Loyalität bedeutet?

Der Spruch „Das tolle an einer Trennung ist, dass die ganzen falschen Freunde gleich mit weg sind!“ bekommt durch eben diese loyalitätsfernen Menschen eine brisante Bedeutung.

Den einen Tag lächeln sie dir zuckersüß ins Gesicht, um dir am nächsten Tag feige und hinterhältig ein Messer in den Rücken zu rammen. Und manchmal sogar noch ein paar Mal drehen…

Loyalität – die aussterbende Tugend

Menschen fordern heut zu Tage so vieles. Sie wollen eine tolle Arbeit, tollen Wohnraum, tolles Aussehen, tolle Autos, tolle Kinder und noch so viel mehr tolle Dinge. Sie wollen aber auch Authentizität, Loyalität und Einzigartigkeit. Sie wollen Treue, Zuverlässigkeit und auch hier noch 1000 weitere Dinge.


Im Gegenzug aber sind sie nicht bereit, diese Dinge auch zu geben. Denn dann fordern sie Individualität. Sie stehen in der eigenen Prio-Liste an allererster Stelle. Danach folgt gähnende Leere. Partnerschaften, Freundschaften und sogar die Beziehungen zu Eltern, Geschwistern und Kindern haben sich den eigenen Bedürfnissen unterzuordnen. Getreu dem Motto „Nach mir die Sintflut“ – mit der Ausnahme, dass der heutige Noah wohl alleine mit seiner Arche ablegen und nicht die Notwendigkeit in Betracht ziehen würde, dass er auch anderen helfen könnte.

Gewissen – was war das gleich wieder?

Gut sind die Menschen, die offensichtlich falsch sind. Denen man an der Nasenspitze bereits ansehen kann, dass sie egoman sind und nur zu ihrem Vorteil handeln. Natürlich sind es keine gute Menschen, aber sie sind ehrlich. Auch eine der aussterbenden Eigenschaften im Charakter des Menschen. Denn die meisten sind anders. Sie tun so, als ob sie dein Freund wären, vielleicht sogar dein bester.


Sie hören sich deine Geschichte an und sind (vermeintlich) für dich da. Wenn sie aber mit wem anders reden, dann verwenden sie genau diese Dinge, um dich in ein schlechtes Licht zu rücken. Denn dann ist der andere das Objekt der Umgarnung.


Hoffentlich brauchen diese Leute nicht versehentlich irgendwann jemanden, auf den sie sich verlassen können.

Kehre mir den Rücken zu und ich zeige dir, wer ich bin

Oder eben auch nicht. Denn es ist ja soooooo cool, sich selber immer als das arme Opfer darzustellen. Niemals, aber wirklich in keinem Fall, bin ich an meinem Verhalten und den daraus folgenden Konseqenzen selber schuld. Niemals. Und wer etwas anderes behauptet, der hat das Leben nicht verstanden. What a wonderful world…

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